18/01/2018

USA Tour I / ALBUQUERQUE, NEW MEXICO





Eingang zum Patio Market in der Old Town von Albuquerque

USA, USA, juhuuu! Nach 12 Jahren, durfte ich endlich wieder mal über den großen Teich reisen und gleich 4 verschiedene Staaten bereisen.
Da es sich hierbei um eine Geschäftsreise handelte, war der Aufenthalt leider ein wenig zu kurz. Trotzdem hat mir diese Reise gezeigt, wie toll die Vereinigten Staaten sind und dass es sich lohnt, nicht nur die Überstaaten wie z.B. Kalifornien zu besuchen.

Hier nun Teil 1 meines kleinen USA-Reports: Albuquerque, New Mexico

Indian Summer, irgendwo zwischen Alburquerque und Santa Fe, rechts ist der Cochiti Lake Staudamm
Wir hatten das große Glück, Ende Oktober zu reisen, heisst also: Indian Summer und Halloween Week! Die Landschaft um Albuquerque herum war einfach unfassbar schön anzusehen, das Laub färbt sich bunt, die Herbstsonne scheint golden und es weht eine kühle Brise. Frisch und alpin! Albuquerque liegt auf 1619m ü. M und ist damit eine der höchstgelegenen Städte der USA.

Doch bevor wir einen großen Atemzug dieser tollen Luft nehmen durften,  mussten wir uns noch ein wenig gedulden, denn die Anreise nach Albuquerque ist ziemlich lang.

Unser Reisetag begann um ca. 04:00 Uhr morgens, ein Taxi fuhr uns zum hamburger Flughafen und zunächst ging es von da aus nach Amsterdam. In Amsterdam angekommen, ging es etwa 3 Stunden später weiter bis nach Salt Lake City und von da aus dann endlich zum Zielort Albuquerque. Insgesamt 18 Stunden waren wir unterwegs, nicht gerade ein Katzensprung. Ein kleiner Trost liefert jedoch der Anflug auf den Flughafen von Salt Lake City, denn man hat einen wunderbaren Ausblick auf den Salt Lake und die Rocky Mountains!

Abendstimmung in der Old Town
Ein bisschen erinnert der Platz im Zentrum an die Kulissen von Gilmore Girls
Mit dem Mietauto ging es dann in die Innenstadt, wo wir im Bed&Breakfast "Bottger Mansion" untergebracht waren. Die geschichtsträchtige Villa wird von Kathy und Steve betrieben und wir haben uns dort sehr wohlgefühlt. Die beiden früheren Intel-Mitarbeiter haben das B&B vor ca. 5 Jahren übernommen und verwöhnen ihre Gäste mit täglich wechselndem Frühstück, alles hausgemacht, in der kleinen Küche neben dem Essbereich. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet, immer im antiken Stil und hat ein bestimmtes Thema. Wir hatten den "Clyde and Tingley Room" in der oberen Etage, ein Zimmer gewidmet an den früheren Bürgermeister Albuquerque´s und seiner Frau. Steve und Kathy unterhalten sich gerne mit ihren Gästen und beantworten alle Fragen über Albuquerque und der Villa.



Die Bottger Mansion liegt mitten in der historischen Old Town von Albuquerque, abends kann man da gemütlich spazieren gehen und das tolle Abendlicht geniessen. Es gibt zahlreiche Restaurants und "Grills", die unfassbar leckeres Essen servieren. Wer in Europa Burritos probiert hat, wird nicht glauben können, wie gut Burritos eigentlich wirklich schmecken können, bis er einen vom "Backstreet Grill" probiert hat...ich werde nicht verraten, wem ich schon alles von diesem traumhaften Burrito erzählt habe :D

Im Hof des Patio Markets

Red, Green or Christmas?

Apropos Essen, Chile (ja, mit einem "e" am Schluss) ist hier ein sehr wichtiger Begriff. Er beschreibt die heimische Pfefferschote, die überall zu finden ist und in ganz vielen Gerichten verwendet wird. Auch das Stadtbild ist von hübschen Girlanden aus getrockneten Chile geprägt. Die Schoten gibt es entweder in grün oder rot. Folglich lautet die offizielle Staatsfrage von New Mexico: "Red or Green"? Es gibt aber auch noch eine dritte Variante und die heisst "Christmas" und bedeutet, dass man rote und grüne Schoten mischt, schliesslich ist ja grün/rot die bekannteste Farbkombination für Weihnachten: Rote Kugeln und grüne Tannen. Wer also ein Weihnachtsfan ist, der wird sich in Albuquerque ganzjährig wohlfühlen und kann sich immer ein wenig Weihnachten auf den Esstisch bestellen.

Typische Dekorationen aus Chile-Schoten

Nachdem wir unseren Jetlag etwas ausgeschlafen haben,  waren wir etwas spazieren und haben allerlei kuriose Situationen erlebt. Es war Halloween und das ist tatsächlich einer der wichtigsten Feiertage in den Staaten. Die Häuser werden mit Kürbissen dekoriert, manch einer hat seinen Hauseingang mit Spinnweben versehen, Eltern verkleiden sich genauso wie ihre Kinder, ganze Familien überlegen sich, wie sie mit ihren Kostümen herausstechen können und man braucht sich nicht zu wundern, wenn einem ein Dinosaurier auf dem Parkplatz begegnet.

Halloween ist in den USA einer der wichtigsten Feiertage


Ein fast noch wichtigerer Feiertag in der Region ist übrigens der Dia de los muertos (Totentag), an dem an die Verstorbenen erinnert wird. Auch hier kostümiert man sich und schminkt sich einen kunstvollen Totenschädel auf das Gesicht. In Albuquerque finden auch viele Paraden zu diesem Tag statt, geschmückte Trucks fahren dann durch die Strassen, es gibt zahlreiche Verpflegungsmöglichkeiten und Live-Musik.

Leider haben wir um ca. 2 Wochen die alljährliche Albuquerque International Balloon Fiesta verpasst, bei dem bis zu 500 Heissluftballons hochsteigen. Eines der größten Events in Albuquerque. Die nächste Fiesta findet zwischen dem 06. und 14. Oktober 2018 statt.

Interessante Gesteinsschichten im Tent Rock National Monument

Wanderung durch das Kasha-Katawe National Monument

Zwar hatten wir nicht sehr viel Zeit, aber wir liessen es uns nicht nehmen, einen nahegelegenen Canyon zu besuchen, dem Kasha-Katawe Tent Rocks National Monument, westlich des Cochiti Lake. Der Park liegt etwa 1 Autostunde von Albuquerque entfernt und der Besuch kann gut mit einer Weiterfahrt nach Santa Fe kombiniert werden.


Die Tent Rocks werden so genannt, weil sie aussehen wie kleine Zelte oder Kegel. Die Gesteine wurden durch Erosion des dortigen Felsens geformt, nachdem vor ca. 7 Millionen Jahren Vulkane eine mehrere hundert Meter dicke Schicht aus weichem Material ausstiessen.



Während man durch die Schluchten wandert, bleibt man immer wieder stehen und staunt über dieses Naturphänomen und kann nicht anders, als diese tollen Gesteinsstrukturen zu fotografieren. Der Wanderweg ist nicht ohne, ein bisschen Klettern gehört auch dazu und man sollte sich einen Pullover einpacken, denn im Schatten kann es auch ganz schön kühl werden. Nach ca. zwei Stunden erreicht man den höchsten Punkt des Parks und wird mit einem herrlichen Ausblick belohnt.


Weiter Ausblick am höchsten Punkt des Parks
 Der Abstieg geht ja bekanntlich immer ein bisschen schneller und wir entschieden uns spontan für die Weiterfahrt in die Hautpstadt New Mexico´s, Santa Fe, wo wir ein wunderbares Abendessen im Hotel La Fonda geniessen konnten. Leider wurde es schon sehr früh dunkel und auch die Läden hatten bereits ab 17:00 Uhr geschlossen, sodass wir nicht mehr so viel von der Stadt sehen konnten. Trotzdem haben wir das charmante Flair dieser Region mitbekommen und werden bestimmt wieder einmal nach Santa Fe reisen.




Was mir allgemein sehr gut an Albuquerque und der gesamten Region gefallen hat, war der Mix aus verschiedenen Kulturen und Klimaten. Der Einfluss der amerikanischen Urvölker ist deutlich zu spüren, aber auch lateinamerikanische Einflüsse bilden einen spannenden Melting Pot. Dann das meist sonnige Wetter, verbunden mit dieser frischen Bergluft... Das tolle Tex-Mex Essen und auch die Architektur ist total hübsch anzusehen. Die meisten Häuser sind in einem warmen Beigeton gehalten, was besonders abends, wenn die Sonne untergeht, sehr schön anzusehen ist. Anfangs fragt man sich, ob es sich bei den Gebäuden wirklich um Originalbauten handelt, da alles so gepflegt und pitoresk aussieht und man fast denken könnte, dass man in einem Themenpark gelandet ist! Für mich definitiv schon ein grosses Highlight unserer USA-Reise, ich kann die Stadt und die Region definitiv empfehlen!


Schlafen:

Bottger Mansion - sehr gepflegte Zimmer im Antiklook, super bequeme Betten, tolle Gastgeber und sehr leckeres Frühstück!

Essen:

The Backstreet Grill - sehr leckeres Tex-Mex Essen, tolles Personal

Vinaigrette - kreative Salatkreationen in coolem Hipster-Ambiente, leckere Getränke

Church St. Café - riesiges Restaurant mitten in der Old Town, wunderschöner Innenhof

in Santa Fe:

Hotel La Fonda - das Restaurant La Plazuela serviert leckere Southwest-Küche

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