17/01/2018

Meine Reise auf LANZAROTE - alleine!



Montañas del Fuego, Timanfaya Nationalpark
Ein bisschen Urlaub muss auch mal sein. Darum bin ich auf eigene Faust auf die kanarische Insel Lanzarote gereist und nehme ein paar schöne Erinnerungen mit.


Playa de Papagayo
Nach einem sehr anstrengenden Jahr 2017 entschied ich mich, ein paar Tage in der Sonne zu verbringen. Das Wetter in Hamburg ist im Januar ja nun mal leider nicht so dolle und da mein Partner geschäftlich gerade in Australien weilte, habe ich mir gedacht, dass es ganz schön wäre, auch alleine ein paar Tage in einem wärmeren Gebiet zu verbringen.


Lanzarote ist eine der beliebtesten Reiseziele im Winter, da es dort übers ganze Jahr hinweg warm ist. Die kanarischen Inseln liegen ungefähr auf der selben Höhe wie Marokko, von Hamburg aus fliegt man ca. 5 Stunden. Im Januar kann man mit einer durchschnittlichen Temperatur von etwa 20 Grad rechnen.


Gerade weil die Insel so beliebt ist, kommt man auch relativ leicht hin. Ob im Ferienflieger von Condor oder mit Airlines wie Easyjet oder eurowings; fast alle deutschen Flughäfen bieten direkte Verbindungen an. Wer wie ich im Winter reisen und individuell einen Flug buchen möchte, der muss mit Flugpreisen zwischen 200 und 300 Euro rechnen. Im Sommer kann es durchaus auch mehr sein.

Typische Landschaft auf Lanzarote (in der Nähe von Yaiza)
Als ich auf Lanzarote ankam, musste ich mich zunächst an die karge Landschaft gewöhnen. Die Böden sind sehr dunkel, fast schwarz und es gibt nur wenige Pflanzen oder auch mal eine Wiese. Allerdings gibt es auch Gebiete, die sehr schön hergerichtet sind. Viele Bewohner haben ihre weissleuchtenden Fincas und deren Vorgärten hübsch mit Palmengewächsen und Kakteen bepflanzt. Viele davon sind von weissen Steinmauern umrandet und lockern das Landschaftsbild damit etwas auf. Auch wenn man durch die Weinregion fährt, sehen die Anbaugebiete mit ihren runden Gemäuern wirklich sehr hübsch und interessant aus.

Mein Hotel lag in Playa Blanca, im Süden der Insel, ca. 250m von der Playa Dorada entfernt. Das Örtchen war schon sehr touristisch geprägt, überraschenderweise waren die Preise für Essen und Getränke aber sehr moderat und ich habe mich dann auch etwas geärgert, dass ich Halbpension gebucht habe. Im Zentrum von Playa Blanca entlang der Küste, findet man alles was man braucht, es gibt zahlreiche Apotheken, Boutiquen, Tavernen, Restaurants, Banken, Pubs und Weinbars.

Auto mieten: Absolut empfehlenswert auf Lanzarote! Ich habe für 3 Tage einen Wagen gemietet und bin wirklich froh darüber, denn sonst wäre mir die Decke auf den Kopf gefallen. Leider war es nämlich nicht immer so schön sonnig und mein Hotel hatte nur wenige bis gar keine Schlechtwetteralternativen. So hatte ich einen Tag lang wirklich extreme Langeweile, es hat stark geregnet (gut für die Insel, etwas schade für die Urlauber) und  es blieb mir nichts anderes übrig, als mich in mein Zimmer zu verkriechen.

Ein Auto kann man sehr leicht mieten. Es gibt verschiedene, lokale Anbieter, die entweder in der Stadt zu finden sind oder aber auch eine Vertretung in Hotels haben. Im Internet kann man sich vorab natürlich auch schon einen Wagen buchen. Wichtig: Immer Kreditkarte, Führerschein und Ausweis dabeihaben und sicherstellen, dass man alle nötigen Versicherungen abgeschlossen hat.

Mein erster Ausflug ging zu den Montañas del Fuego (Feuerberge) in den Nationalpark Timanfaya, im Westen der Insel. Die Insel Lanzarote ist zu drei Vierteln mit Lava bedeckt, welche im 18. Jahrhundert während 6 Jahren von 100 Vulkanen in dieser Region ausgespien wurde. Der Eintritt in den Nationalpark kostet stolze 10,00€, dafür kann man in einem Bus durch die Vulkanandschaften fahren und Fotos machen. Leider kann man nicht aussteigen, weshalb das Fotografieren etwas schwierig ist und je nach Sonneneinstrahlung die Fensterscheibe gerne auf den Bildern reflektiert. Ein kleiner Tipp von mir: Versucht vor 11:00 Uhr da zu sein, denn ab dann kommen die meisten Touristen und es bilden sich lange Autoschlangen vor dem Parkplatz.


Strand von Famara
Mein zweites Ausflugsziel war das kleine Dorf Famara, im Nordwesten der Insel und ist vorallem bei Surfern sehr beliebt. Der Strand von Famara ist schön weitläufig und umgeben von einigen Hügeln. Vorort kann man bei den zahlreichen Surfschulen eine Unterrichtsstunde buchen (2,5h gehen bei 35 Euro inkl. Wetsuit und Brett los), erfahrenere Surfer können sich aber auch einfach den Neoprenanzug und ein Brett für ca. 15 Euro pro Tag mieten. Man kann da übrigens auch mit Kreditkarte bezahlen, was für mich ganz gut war, denn ich hatte kein Bargeld mehr dabei und einen Geldautomaten habe ich in Famara tatsächlich auch nicht gefunden. Gegessen habe ich übrigens im Las Bajas, ein nettes Lokal neben den Surfschulen, welches in lockerem Ambiente viele, leckere Speisen serviert. Ich habe mir einen klassischen Burger mit Pommes bestellt, aber auch die Salate sahen da sehr gut aus.

Am letzten Tag bin ich morgens erstmal nach Arrecife, der Hauptstadt von Lanzarote, gefahren. Man muss sagen, dass die Strassen auf der Insel wirklich super sind. Damit ihr nicht ewig nach einem Parkplatz suchen müsst, hier mein Tipp: Ich habe mein Auto etwas westlich von der Innenstadt abgestellt. Da ist ein größerer Parkplatz neben dem Parque Temático und man zahlt 2 Euro für den ganzen Tag, was an sich ziemlich fair ist. Von da aus bin ich dann über den Park zum Stadtstrand spaziert und weiter in die Fussgängerzone. Dort gibt es zahlreiche kleine Läden und auch ein paar namhafte Bekleidungsketten sind dort vorzufinden.

Wunderschöne Bucht von Playa de Papagayo
Von da aus ging es dann weiter zu den Playas de Papagayo, welche sich östlich von Playa Blanca befinden. Allerdings habe ich mich etwas erschrocken als ich die Ausfahrt genommen und mich plötzlich auf einer Schotterstrasse befand! Dies ist aber der offizielle Weg zu den Stränden und man sollte versuchen, die teils beträchtlichen Schlaglöcher mit mässigem Tempo (20-30km/h) zu umfahren...irgendwann landet man dann an einem kleinen Checkpoint und darf für 3 Euro Eintritt dann weiter in das Gebiet hineinfahren und oben auf einer Plattform parken. Der beschwerliche Weg hat sich definitiv gelohnt, die Aussicht auf das Meer und die kleinen Strände sind wirklich zauberhaft!



Direkt oberhalb der Playa de Papagayo befinden sich 2 Restaurants und mit etwas Glück erwischt man einen Platz direkt am vorderen Rand der Terrasse und kann einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht und das Meer geniessen. Ich habe mich für das etwas stylishere (und auch teurere) Restaurant El Chiringuito entschieden und sehr lecker gegessen. Auch das Personal war sehr nett und zuvorkommend.

Leckeres Essen im Restaurant El Chiringuito


Danach kann man sich entweder an einen der Strände setzen oder sich einen der Hügel aussuchen um einen wunderbaren Sonnentuntergang zu geniessen.

Entspannung am Strand von Playa de Papagayo Schuhe: Nike Air Max Thea
Leider ging es nach 1 Woche schon wieder zurück ins kalte Deutschland, ich werde bestimmt wieder hierher kommen, dann aber mit mehr Zeit fürs Surfen!

Mit ordentlich Sonne im Gepäck starte ich nun ins neue Jahr und werde euch noch von einigen meiner Reisen von 2017 berichten, bevor ich hoffentlich auch 2018 ein paar spannende Reisen unternehmen darf.
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