23/01/2018

SÜDAFRIKA

Meine Wenigkeit mit Nelson Mandela

Was für ein spannendes Land! Nach 3 Wochen Urlaub in Südafrika ist mir klar: Ich muss da unbedingt nochmal hin!
Eins vorweg: Nicht alles was man gesehen hat ist schön, noch immer gibt es große Unterschiede unter den verschiedenen Bevölkerungsschichten und der Gedanke der "Rainbownation" scheint nach über 20 Jahren Ende der Apartheid zu verblassen. Doch die Freundlichkeit der Menschen, die atemberaubende Natur und die vielen Aktivitäten sind nur einige Gründe für eine weitere Reise nach Südafrika.


Wunderbare Aussicht auf das Meer

ANREISE UND AUFENTHALT IN JOHANNESBURG  
Unseren Flug haben wir mit Turkish Airlines gebucht. Wir flogen von Hamburg nach Istanbul und von da weiter nach Johannesburg. Wir haben einen sehr guten Preis von 640 Euro pro Person bezahlt. Die Reise hat im Ganzen etwa 15 Stunden gedauert. Wir waren sehr zufrieden mit der Airline, das Bordessen war sehr lecker, das Entertainment-Angebot sehr vielfältig. Trotzallem ist aber ein Economy-Sitz nach einer Weile sehr unbequem und das mit dem Schlafen will bei mir im Flugzeug einfach nicht klappen.


Hungriger Löwe im Lion Park bei Johannesburg

Wir landeten um ca. 09:00 Uhr morgens und das Tolle an einer Reise nach Südafrika ist natürlich, dass man nur 1 Stunde Zeitverschiebung hat und sich nicht um Jetlag sorgen muss. Unser Mietauto haben wir direkt am Flughafen abgeholt, wir hatten einen sehr netten Angestellten erwischt, der uns einfach mal ein Upgrade gegeben hat, es lohnt sich also manchmal einfach freundlich zu sein ;)))


Leopard im Lion Park Johannesburg
Die ersten 4 Tage unserer Reise verbrachten wir in Johannesburg in einem kleinen Airbnb im Stadtteil Melville. Melville ist eine sehr vornehme Gegend, hier reiht sich ein schöneres Haus an das andere, Kinder besuchen teure Privatschulen und ab und zu sieht man größere Wagen von privaten Sicherheitsfirmen, welche die Gegend 24 Stunden bewacht. Leider waren die meisten Häuser umgeben von dicken Mauern und/oder Elektrozäunen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob so viele Sicherheitsmassnahmen nötig sind, oder sie eher als Provokation dienen.


Nach der langen Reise hatten wir erstmal Hunger und haben uns auf den Weg zur 7th Street gemacht. Nach einer Stunde begann es sehr stark zu regnen und ein großes Gewitter machte sich breit. Die Strassen waren schnell überschwemmt und die Leute retteten sich in die Lokale. Der Besitzer des Bistros versicherte mir aber, dass das während dieser Zeit absolut normal ist.

Leider wurde das Wetter erstmal nicht besser und auch am nächsten Tag war der Himmel bewölkt und die Temperaturen frisch. Wir entschieden uns daher ins Apartheid Museum zu fahren, welches sich direkt neben dem großen Freizeitpark "Gold Reef City" befindet. Ein wenig komisch ist es schon, wenn man daneben die Schreie der Leute von den Achterbahnen hört, während man sich mit einem ernsthaften Thema wie der Apartheid beschäftigt. Trotzdem ist das Museum aber absolut empfehlenswert. Das Thema Rassentrennung ist aktueller denn je und das Museum öffnet einem dafür die Augen.

Abends entschieden wir uns ein Steak im The Local Grill zu essen und wurden nicht enttäuscht. Ein sehr schönes Restaurant in dem auch viele Locals essen gehen und wo man sich sehr wohlfühlt. Was ziemlich cool ist: Wenn man zum ersten Mal dort ist, wird man zu einer kleinen Küchentour eingeladen und der Chef höchstpersönlich erklärt einem die Herkunft und Lagerung des Fleisches.

Am dritten Tag unseres Johannesburg-Aufenthaltes sind wir zum Lion&Safari Park gefahren, was ein absolutes Highlight für mich war. Ich liebe jegliche Arten von Katzen, aber vorallem haben es mir Raubkatzen wir Löwen und Tiger angetan. Wir entschieden uns für eine geführte Mini-Safari und hatten eine sehr kompetente Parkführerin, welche uns sehr viel über die Tiere erzählt hat. Neben Löwen, sahen wir Zebras, Strausse, Hyänen, Wildhunde, Leoparde und Geparde.



Nach der Tour löste ich noch das Weihnachtsgeschenk meines Freundes ein, kuscheln mit Babylöwen! Der Park geriet deswegen immer wieder in Verruf und man kann sagen, dass sie deswegen diese Aktivität sehr eingeschränkt haben. So richtig zum Kuscheln kommt man da auch nicht. Die Zeit ist sehr begrenzt und es wird einem sehr genau gezeigt, wie man die Löwen berühren darf. Ausserdem sind die Löwen bereits zu gross um sie auf den Arm zu halten. Auch wenn die Löwenkids sehr süss waren, so hat man gemerkt, dass es ihnen einfach nicht gut tut, so viel Kontakt zu Menschen zu haben. Sie hatten wahrscheinlich gerade gegessen, waren sehr träge und sind immer wieder eingeschlafen, während man im Gehege drin war.

Müde Babylöwen im Lion Park Johannesburg
Am letzten Tag sind wir in den Stadtteil Rosebank gefahren und uns etwas auf dem Rosebank Rooftop Market umgeschaut, welcher auf dem riesen Parkplatz des noch riesigeren Einkaufszentrum Rosebank Mall stattfindet. Der Markt wird in diversen Guides als der Markt überhaupt angepriesen, wir waren jedoch ein wenig enttäuscht über das Angebot dort. Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden, vielleicht gefällt euch der Markt ja besser.  

Aussicht auf Kalk Bay von unserem Airbnb

KAPSTADT / KALK BAY

Von Johannesburg flogen wir weiter nach Kapstadt, wo wir erneut einen Mietwagen hatten und damit nach Kalk Bay, auf der östlichen Seite der Kap-Halbinsel in unser Airbnb fuhren.

Unsere Unterkunft war ein sehr hübsches Cottage im Garten der Hausbesitzerin, nur ein paar Strassen hinter der Hauptstrasse der kleinen Hippie-Stadt Kalk Bay gelegen. Kap-Kenner schwören auf das Kalky´s, eine simple Bude am Hafen, wo sehr leckere Fischspeisen angeboten werden. Auch wir wurden nicht enttäuscht und assen herrlichen Fisch ohne Schnickschnack! Unser Sunset-Bier nahmen wir im Satori ein, an der Hauptstrasse von Kalk Bay, wo auch sehr leckeres italienisches Essen serviert wird, was wir am nächsten Abend erleben durften.

Lustige Welt der Pinguine
Am nächsten Tag machten wir uns auf eine Tagestour entlang der Kap-Halbinsel. Zunächst statteten wir den Pinguinen in Simon´s Town einen Besuch ab. Schon skurril, wenn man an einem warmen Tag einfach mal eine riesen Horde Pinguine sieht. Die sogenannten "Eulen des Meeres" wiegen ca. 2-4 kg und gehören zur bedrohten Art der Afrikanischen Pinguine, von welchen es nur noch ca. 150´000 Exemplare gibt.




Wer schaut hier wen an? Touristenansturm am Boulders Beach, Simon´s Town
Nach unserem Besuch von Simon´s Town, entschieden wir uns weiter westlich nach Scarbourough zu fahren und hatten dort ein sehr leckeres Mittagessen im Camel Rock , einem einfachen Lokal, was sehr leckeren Fisch (siehe Bild) aber auch andere Gerichte wie Pizza und Salate serviert. Abends gibt es da auch Konzerte und Lesungen.

Danach fuhren wir weiter über Kommetjie zum Chapman´s Peak Drive, eine im Felsen gebaute, 9km lange Strecke direkt an der Küste entlang und hielten am Chapman´s Peak, einem Aussichtspunkt in 160m Höhe, der einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer und die Landschaft bietet.

Weiter ging es nach Hout Bay und schliesslich nach Camps Bay, dem Santa Monica von Kapstadt, sehr lifestylelastig aber auch wunderschön. Endloser Strand, stylishe Restaurants und Bars und wer sich dort eine Bleibe kaufen möchte muss sehr, sehr tief in die Tasche greifen.


Leckere Fischplatte bei Camel Rock in Scarborough

Kurzer Halt auf dem Chapman´s Peak Drive
BOTANISCHER GARTEN KIRSTENBOSCH 

In Südafrika sind die Jahreszeiten (zumindest aus deutscher Sicht) verkehrt rum, heisst also, dass die Monate von Oktober bis April die Wärmsten sind und wir somit im Spätsommer/Herbst dort waren. So war das Wetter nicht immer so super und ab und zu gab es auch ein paar Schauer, was aber ür Südafrika, insbesondere für Kapstadt, sehr wichtig ist, da dort seit Jahren eine extreme Dürre herrscht und jeder Tropfen Regen goldwert ist. 

Glücklicherweise gibt es auch schöne Schlechtwetteraktivitäten und so entschieden wir uns zum botanischen Garten nach Kirstenbosch zu fahren. Für 65 Rand (also ca. 5 Euro) kann man dort unzählige Pflanzen und Blumen sehen und durch den großen Park spazieren. Wer über die Schwebebrücke geht sollte genau hinschauen, manchmal schlafen da nämlich Eulen!


Interessante Pflanzenwelt im Botanischen Garten



Bevor es zur Weiterreise entlang der Garden Route ging, mussten wir natürlich noch die Stadt selbst besuchen und haben den meisten Tag an der Waterfront verbracht, wo es viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gibt. Die Aussicht auf den Hafen ist prächtig und es ist immer etwas los. Wir entschieden uns gegen eine Wanderung auf den Tafelberg, da zu dieser Zeit der Ansturm einfach zu gross war. Dafür hatten wir grosses Glück mit der Aussicht auf den Tafelberg, denn die sogenannte Tischdecke (die Wolkenschicht, welche die Fläche des Tafelbergs oft verdeckt) war an dem Tag weg und so hatte man freie Sicht auf den Berg. 


Freie Sicht auf den Tafelberg von der Waterfront aus


GARDEN ROUTE (MOSSEL BAY, JEFFREYS BAY, ADDO ELEPHANT PARK, PORT ELIZABETH)

Nun ging es los und wir würden unsere nächsten Tage entlang der sogenannten Garden Route verbringen. Unsere erste Station war die berühmte Mossel Bay. Der Ort ist deswegen berühmt, weil 1488 der portugiesische Seefahrer Bartholomeu Diaz die Bucht entdeckt hat und er somit der erste europäische Seefahrer war, der an der Ostküste Südafrikas gelandet ist. Diaz nannte den Ort Aguada de Sao Bras, später nannte sie Paulus van Caerden aufgrund des großen Muschelaufkommens in Mosselbaai um. Besonders in den Sommermonaten ist der Ort sehr lebendig und viele Touristen besuchen dort die Strände. Während unseres kurzen Aufenthaltes war es eher ruhig und ziemlich kalt und wir haben es auch nur geschafft, abends essen zu gehen, da die Fahrt auch sehr ermüdend war.

Mossel Bay am frühen Abend





Leckere Scones im Brenton Haven Café

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Jeffrey´s Bay mit einem Zwischenstop in Brenton on Sea oberhalb von Knysna. Der Strand von Brenton ist traumhaft und der Castle Rock definitiv sehenswert! Oberhalb des Strandes steht das Brenton Haven Hotel und daneben gibt es ein gemütliches Café mit super Ausblick.

Castle Rock am Brenton Beach bei Knysna


SURFER´S PARADISE JEFFREY´S BAY

Wir erreichten Jeffrey´s Bay abends im Dunkeln und haben erstmal unser Zimmer im Funkytown Hostel bezogen. Später ging es zum J-Bay Bru, einer umgebauten Garage mit einzigartigem Ambiente. Jeffrey´s Bay gilt als der Surfer Hotspot Südafrikas und demnach war es nicht verwunderlich, dass das Lokal sich gegen 22:00 Uhr nach und nach leerte, schliesslich wollte jeder am nächsten Tag so früh wie möglich ins Wasser und die ersten Wellen erwischen. 
Wie die Grossen

Ein bekanntere Surfer waren hier auch schon...
Jeffrey´s Bay sollte man nicht verlassen bevor man nicht selber wenigstens einmal das Surfen probiert hat. Und so entschieden wir uns eine Unterrichtsstunde zu buchen und uns ins Abenteuer Surfen zu stürzen. Wir haben uns ganz gut geschlagen und durften über einen mächtigen Muskelkater klagen! Das Tolle am surfen ist, dass man alles um sich herum vergessen kann und es völlig egal ist wie man aussieht, Frau oder Mann, Anfänger oder Fortgeschritten ist. Die Lehrer waren äusserst motivierend und nach ein paar Versuchen, standen wir auch einige Male auf dem Brett.


Gemütliche Sitzecke im Infood
Nach dem anstrengenden Workout im Wasser ging es zu Infood, einem hübschen Lokal mit diesen genialen Big Boy Sitzsäcken, perfekt um sich etwas auszuruhen. Bei Infood gibt es allerlei an Speisen und auch skurrile Sachen zum Mitnehmen. In Südafrika gibt es seit einigen Jahren die Ernährungsbewegung "Banting", bei der man nur wenige Kohlenhydrate und keinen Zucker zu sich nimmt, dafür viel Fett und moderat Protein. Der Trend geht schon so weit, dass man in Restaurants beim Bestellen nach "Banting Options" fragen kann. Bei Infood gibt es ein paar interessante Snacks, die man ausprobieren kann.

Leckerer Salat


Verschiedene Produkte, die man im Infood kaufen kann


ADDO ELEPHANT PARK

Abends ging es dann weiter in Richtung Addo Elephant Park in die Nähe der Stadt Port Elizabeth. Zwar kann man im Park übernachten, doch war mir bei der Vorstellung, in einem kleinen Zelt zu schlafen während Nilpferde neben mir in der Nacht am Wasserloch trinken, nicht so geheuer. Wir entschieden uns daher eine Unterkunft direkt neben dem Southgate des Parks zu suchen und buchten schliesslich im Nukakamma Guesthouse. Vicky, die Gastgeberin und ihr Mann waren sehr nett und haben alles Mögliche getan, damit wir uns wohlfühlen. Wir hatten ein sehr geräumiges Zimmer im Obergeschoss des Hauses und zusätzlich noch ein angehängtes Wohnzimmer. Das Guesthouse steht wirklich direkt an der Grenze zum Park neben dem Gehege und abends kann es sogar sein, dass ein Elefant vorbeikommt und einem auf dem Balkon hallo sagt.

Das Frühstück war sehr reichhaltig und auf Wunsch, konnte man gegen Aufpreis abends im Guesthouse essen und die großen Kochkünste der Beiden geniessen. Aus unserer Sicht sehr empfehlenswert, da der Ort "Colchester", wo das Guesthouse steht, sehr klein ist und nur über eine kleine Kneipe verfügt.


Eines von vielen Warzenschweinen im Addo Elephant Park

Übrigens bewiesen sich die beiden Besitzer des Nukukamma als grossartige Jäger, nachdem wir in der Nacht mehrmals komische Geräusche im Zimmer hörten und nicht wussten, was für ein Tier sich bei uns hineingeschlichen hat. Wir mussten die Beiden um Mitternacht aus ihrem Schlaf reissen und als das Rätsel gelöst war, mussten wir 4 sehr lachen, denn es war nur eine kleine Maus und keine Monsterkakerlake, die bei uns Obdach suchte.



Kudu mit seinen typischen Gesichtszeichungen
Wir verbrachten zwei ganze Tage im Park und fuhren mit unserem Mietwagen die meisten Wege dort ab. Wir sahen unzählige Warzenschweine, Kudus (afrikanische Antilopen), Büffel, Zebras, Schildkröten und natürlich...Elefanten! Ich hatte mich davor nicht so sehr mit den Tieren beschäftigt, aber danach war ich ganz verliebt in sie. Trotz ihrer Grösse sind sie unglaublich leise und sehen einfach nur wunderschön aus. Wir hatten das Glück, eine große Herde ganz nah zu erleben, doch irgendwann wurden wir von der Herde umkreist, was etwas gefährlich war. Sie liessen uns aber in Ruhe und wanderten dann gemählich weiter.


Mutter und Junges unterwegs zum Wasserloch, die Schildkröte braucht wahrscheinlich etwas länger...
Am ersten Tag hatten wir Glück, dass wir den Park rechtzeitig verlassen haben. Es gibt nämlich Sperrzeiten für Gäste, die nicht dort übernachten. Da man nur bis max. 40km/h fahren darf, kann so eine Fahrt ganz schön lange dauern. Schaut also rechtzeitig vorher nach, wann die Gates schliessen, damit ihr keine Busse kassiert.

Grosse Elefantenherde im Addo Elephant Park

Spielende Elefantenjungbullen

Zufriedener Elefant mit leichtem Schalk im Nacken
Als weiteres Highlight entdeckten wir etwas weiter von der Strasse weg zwei Geparde, die offiziell gar nicht gelistet sind. Später fanden wir heraus, dass es sich um zwei Brüder handelt, welche schon zum zweiten Mal aus einem privaten Reservat geflüchtet sind und sich im Addo Park einfach wohlfühlen.

Etwas versteckt und im Schatten: die Gepard-Brüder

PORT ELIZABETH


Nach 3 Tagen verliessen wir das Nukakamma Guesthouse und fuhren weiter nach Port Elizabeth, genauer gesagt in die sehr hübsche Gegend Summerstrand. Dort schliefen wir im Bayside View Guesthouse. Wir besuchten daraufhin den Pollok Beach, der sich ungefähr 10min zu Fuss vom Guesthouse befindet. Der Strand ist sehr weitläufig, das Wasser war aber sehr wild und die Strömung sehr stark.
 

Am nächsten Tag entschieden wir uns nach dem Frühstück, spontan eine weitere Surfstunde in Jeffrey´s Bay zu buchen und hatten erneut viel Spass in den Wellen. Leider ist die Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen und da das Wasser auch da ziemlich wild war, verletzte ich mich an der linken Hand und spürte die Schmerzen auch noch einige Wochen später. 

Abends entschieden wir uns etwas weiter ins Land hineinzufahren und besuchten die Thornhill Farm, welche ein exzellentes Restaurant betreibt und wo wir einen wunderschönen, sonnigen Abend geniessen konnten. Fast alles, was auf der Speisekarte zu finden ist, wird mit Produkten aus eigenem Anbau gekocht.




Leckeres Steak -  die Farm ist auch für beste Pizzen bekannt

Gemütliche Sitzecke auf der Thornhill Farm bei Port Elizabeth

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in Summerstrand, entschieden wir uns die Altstadt von Port Elizabeth anzusehen und waren etwas enttäuscht über den derzeitigen Zustand der Stadt. Viele Gebäude sind veraltet und brauchen dringend eine Renovierung. Viel zu sehen gab es dort leider nicht. Wer trotzdem hinmöchte, dem empfehlen wir den Park um den Leuchtturm herum.

Statt länger in PE zu bleiben, fuhren wir zum Grassroof Café, ein Hofladen mit Gastronomie aus eigenem Anbau und...einem Dach aus Gras! Es war sehr viel los und das Essen liess ein wenig auf sich warten, doch sowohl der Burger als auch die Pizza haben geschmeckt und das Personal liess sich trotz großem Andrang nicht aus dem Konzept bringen.

Danach fuhren wir zur Sardinia Bay und nachdem wir die Düne erklommen haben, waren wir einfach nur geflasht von diesem atemberaubenden Ausblick! Ein absolutes Must, wenn ihr in der Gegend seid!




Sanddünen von Sardinia Bay

Wunderschöner Sand und tiefblaues Wasser an der Sardinia Bay bei Port Elizabeth


JOHANNESBURG TEIL II
 

Unser Aufenthalt in der Region von Port Elizabeth neigte sich dem Ende zu, denn es ging noch am selben Abend wieder zurück nach Johannesburg, wo wir nochmal 2 weitere Tage vor unserem Rückflug nach Hamburg verbringen würden. Diesmal übernachteten wir im Stadtteil Sandton. Leider war das B&B etwas sehr improvisiert und auch nicht sehr günstig gelegen. Auch die Fotos auf der Homepage entsprachen nicht der Realität, sodass wir es leider nicht weiterempfehlen können.  
Wir sind ja bekanntlich Wiederholungstäter und sind am nächsten Tag erstmal zurück nach Melville gefahren, da ich am Anfang unserer Reise bereits ein tolles Lokal erblickt hatte und dort unebdingt frühstücken wollte: Das Pablo Eggsgobar! Es sieht nicht nur total cool aus, sondern serviert super leckere Gerichte, wie man auf den Bildern sehen kann.

Danach gingen wir zu 27 Boxes, einer Art Open-Air Mall an der 7th Street, die aus alten Schiffscontainern gebaut wurde. Hier kann man gemütlich lokale Designer shoppen oder auch das eine oder andere Souvenir mitnehmen. Ausserdem gibt es einen kleinen Foodcourt im Obergeschoss.

Weiter ging es dann zur Sandton Mall, eine der grössten Einkaufscentern Südafrikas mit integriertem Kino, welches wir auch besucht haben. Allgemein gibt es in Südafrika sehr viele Malls, die nach dem Vorbild USA gebaut wurden. Wenn ihr also genug von Traumstränden und Sightseeing habt, könnt ihr immer irgendwo auch shoppen gehen ;-)




Super leckeres Essen im Pablo Eggsgobar

Das super stylishe Pablo im Artdeco/Industrial-Style
An unserem allerletzten Tag besuchten wir das hippe Maboneng District, im Zentrum von Johannesburg und angeblich das einzige sichere Viertel im Stadtzentrum. Das ist ungefähr so, wie wenn man einem Touristen in Hamburg sagen würde, dass er zum Schulterblatt in die Schanze gehen kann und alles andere um ihn herum wäre tabu, ungefähr so gross ist das Maboneng District.
Zur Sicherheit nahmen wir ein Taxi dahin und der nette Fahrer hat uns eindringlich den Treffpunkt erklärt, wo er uns dann wieder abholen würde.
Ob wirklich etwas passiert wäre, hätten wir uns nicht an seine Anweisungen gehalten, wissen wir nicht, ein beklemmendes Gefühl hatte man bei der ganzen Sache aber schon.

Das Viertel ist sehr kreativ und modern, einige Agenturen und Kleidergeschäfte haben sich hier niedergelassen und man hört von überall Musik.

Ein Highlight ist definitiv der Market on Main, der in einem alten Fabrikgebäude immer sonntags stattfindet. Im unteren Teil gibt es zahlreiche Verpflegungsstände mit allerlei Spezialitäten aus aller Welt, oben gibt es eine Bar, Fashionläden und Concept Stores. 


Leider war dies dann unsere letzte Station in Südafrika. Schweren Herzens verliessen wir Johannesburg und fuhren zum Flughafen.

Zahlreiche Verpflegungsstände im unteren Bereich des Market on Main



Traditionelle äthiopische Küche zubereitet von diesem Herrn

Südafrika ist eines der spannendsten Länder, was ich bisher besuchen durfte. So viele Facetten, Kulturen und Aktivitäten. Für mich waren die weiläufigen Strände und die Tierwelt absolute Highlights der Reise. Langweilig wird einem jedenfalls nicht und wir haben noch nicht mal die Hälfte des Landes besucht! 



Schlafen: hier empfehle ich nur die Unterkünfte, die wir wirklich gut fanden, dies sind folgende:


Cape Town: By The Seaside Cottage - super hübsches 2-stöckiges Cottage mit toller Aussicht und netter Gastgeberin.

Jeffrey´s Bay: Funkytown - cooles Hostel, lockere Atmosphäre und in der Nähe des Strands.

Summerstrand: Bayside Guesthouse - sehr gepflegtes B&B, wunderschön eingerichtete Zimmer


Essen -> hier geht´s zu meinem separaten Blogeintrag über Restauranttips in Südafrika











 
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